“Pay yourself first” und meine erste Schreibkrise

Eigentlich hätte schon am 13.05.2019 mein nächster Blogpost online gehen sollen. Es liegt auch ein Artikel halbfertig auf dem PC, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich der nächste Artikel sein soll. Aber worüber soll ich sonst schreiben? Ich glaube, es ist gerade mein erste kleine „Schreibkrise“ ausgebrochen. 1000 Ideen und nichts fixt mich so richtig an. Gleichzeitig rauscht das Leben gerade an mir vorbei. Der Zeitpunkt an dem ich meine Erstfassung an meine Korrekturleserin hätte schicken müssen, verstreicht. Der gesetzte Zeitpunkt der Veröffentlichung auch.

Gleichzeitig sagte jemand kürzlich zu mir, als ich ihm erzählte, was gerade in meinem Leben passiert: „Schnall dich bloß an, so wie du Gas gibst und bei dem was gerade daraus entsteht.“ Vieles an dem ich die letzten 1,5 Jahre gearbeitet habe, zahlt sich nun aus. Ich versuche, alle daraus entstehenden losen Enden, im Blick zu haben. Schließlich habe ich das ja angefangen, also muss ich es jetzt auch weiterverfolgen:

  • Meinen Blog auf katharina-nolden.de umziehen
  • Regelmäßig Blogposts schreiben
  • Regelmäßig Liberating Structures Meet-ups organisieren
  • Mein sich immer verstärkendes Netzwerk innerhalb und außerhalb meiner Arbeit pflegen
  • Regelmäßig twittern
  • Ein Insta-Live machen zu dem ich eingeladen wurde
  • Podcasts aufnehmen, die bei mir angefragt wurden
  • Das positive Feedback zu meinem Versuch, WOL im Krankenhaus einzuführen, aufgreifen und etwas daraus machen
  • Das schon lange geplante Meet-up vorantreiben, in dem sich Menschen verbinden können, die gemeinsam die Arbeitswelt gestalten wollen
  • Meinen WOL Circle „WOL ein Gesicht geben“ weiterführen
  • Ach ja und natürlich einem Vollzeit-Job nachgehen

Es ist ja nicht so, dass es das erste Mal ist, dass ich so viele Themen habe, die mich interessieren und dass es mir schwerfällt, mich zu entscheiden. Dieses Mal sind es jedoch die Früchte, meiner mehrmonatigen Aktivitäten und Bemühungen und ich kann mich nicht entscheiden, welche ich zuerst pflücken und essen soll.

Außerdem lese ich nun, nach bereits zwei durchlaufenen WOL-Circeln, endlich das Buch „Working Out Loud“ von John Stepper und bin total fasziniert. Ja, man kann WOL praktizieren, ohne das Buch zu lesen, aber die ganzen Infos und Erfahrungen, die er in dem Buch teilt, vermitteln mir nochmal eine ganz andere Intensität und führen mir vor Augen, wie sehr ich mich durch WOL verändert habe. Also einen Blogpost darüber schreiben „Wie WOL mich verändert hat“. Noch eine Idee. Schreibe ich auf die Liste.

In diesem Schlamassel musste ich immer wieder an das Prinzip „Pay Yourself First“ denken. Ich kenne es sowohl in Bezug auf Finanzen, sich nämlich am Anfang des Monats gleich einen Betrag zurücklegen, aber ich kenne es auch aus dem Zeitmanagement, nämlich erst die Dinge tun, die einem selber wichtig sind und einen voranbringen. John greift es auf, indem er empfiehlt, mit sich selber Termine zu machen. Für mich steckt aber auch darin, in sich hinein zu hören und sich zu fragen, wo es mich hinzieht und in Anlehnung an Frithjof Bergmann was mir wirklich wirklich als nächstes wichtig ist.

Dieses In-mich-hineinhören und zu entscheiden, fällt mir, glaube ich, gerade schwer. Am liebsten möchte ich alle Früchte ernten und ich möchte auch keinen enttäuschen, dem ich Zusagen gemacht habe, dass wir ein Projekt gemeinsam vorantreiben.

Bei aller Freude darüber, dass meine berufliche Neuorientierung vorerst ein Ende hat, sich so viele ungeahnte Möglichkeiten ergeben und ich unglaublich dankbar für die ganzen Verbindungen bin, die ich gerade erleben darf: Ich kann nicht alle Früchte auf ein Mal essen.

Ich habe nun beschlossen, dass ich es einfach lasse, wie es ist, abwarte bis ich in aller Klarheit die nächsten Schritte wieder vor mir sehe und erkenne, welche Prioritäten ich setzen will. Bis dahin werden vielleicht nicht regelmäßig alle 14 Tage Blogposts erscheinen. So what?! Ich mache das hier privat und aus reiner Freude. Dennoch hoffe ich, dass Sie mir treu bleiben. Und wer noch gute Tipps für Lebenssituationen hat, in denen gerade so viele tolle und spannende Dinge geschehen und wie man dann mit diesem Zeitrauschen umgehen kann, darf sich gerne bei mir melden.

„Pay Yourself First“ bedeutet für mich in diesem Moment, mir die Zeit zu geben, die ich brauche, um mich zu besinnen, zu atmen und zur Ruhe zu kommen. Es bedeutet auch mich von dem Erwartungsdruck an mich selbst und möglichen Erwartungen anderer, zu lösen. In diesem Sinne bis zum nächsten Blogpost. Er wird kommen, da bin ich mir sicher!

P.S. Ich werde in meinem Blog auf das Du umsteigen. Ich hoffe, das ist in Ordnung.

P.P.S. Gibt es Themen, die euch interessieren, von denen ihr euch wünschen würdet, dass ich darüber schreibe? Über Ideen und Vorschläge würde ich mich freuen, vielleicht kurbelt das ja wieder etwas an.

 

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