Mein erster Hackathon

Wann haben Sie das letzte Mal eine Nacht durchgemacht? Ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Mit dem Format des Hackathons kommt das wieder in Mode, auch wenn man schon nicht mehr im Studentenalter ist. Allerdings wahrscheinlich mit dem Unterschied, dass ich heute anders ausgerüstet bin. Oropax, Trockenshampoo und diverse andere Annehmlichkeiten habe ich im Gepäck als ich in Essen in der Grand Hall eintreffe, wo ThyssenKrupp zum Hackathon eingeladen hat. Ein Mitglied meines Teams für die nächsten 24 Stunden ist schon da. Nachdem ich meinen Stiefvater als Schalke-Fan oute, sind wir sofort Freunde, da er aus der Nachbarstadt Gelsenkirchen angereist ist.

Nachdem die Challenge Owner ihre Themen vorgestellt haben, finden wir ein weiteres Teammitglied. Der Vierte lässt allerdings auf sich warten und taucht auch nicht mehr auf. So bilden ein Journalist, eine Recruiterin/Scrum Masterin und ein Programmierer ein Team. Unser Programmierer tut mir jetzt schon ein bisschen leid, denn er wird die meiste Arbeit haben und dabei können wir ihm nicht viel helfen. Für mich wird es jedoch eine ganz besondere Lernerfahrung.

Nicht nur, dass ich schon lange keine Nacht mehr durchgemacht habe. Ich erinnere mich auch nicht wann ich das letzte Mal so sinnvoll und nachhaltig in 24 Stunden so viel gelernt habe. Mit unserem Thema werden wir von Coaches vor Ort in 30 Minuten durch einen Design Thinking Prozess geführt.

  • User Flash-Light
  • Idea Digging
  • Vision Writing

Das macht mir richtig Spaß und ich ergreife sofort die Initiative und visualisiere die Inhalte für mein Team an unserem Arbeitsplatz, sodass wir im Team ein gemeinsames Verständnis und eine Vision unserer Aufgabe entwickeln. Weiterhin sammele ich darauf basierend die Anforderungen unseres Stakeholders, unserer Usergruppe und die damit verbundenen Funktionen, die unser Programm haben soll. Daneben kann unser Programmierer seine Features auflisten.

Bei der Frage wie ich unserem Programmierer helfen kann, fallen mir die Aufgaben Erstellung einer Sitemap, Erstellung von Vorlagen für jede Maske sowie die Erstellung unserer Abschlusspräsentation zu. Super Gelegenheit, mich endlich mit dem Tool draw.io zu beschäftigen, um die Website-Struktur zu erstellen. Beim Erstellen der Vorlagen für jede Seite lerne ich viel über Userfreundlichkeit und dos und don’ts, was Sinn macht und was nicht.

Naja und wenn ich schonmal so viel Zeit habe, warum nicht für unsere Präsentation endlich mal in Powtoon einarbeiten, was ich auch schon länger auf meiner to do Liste stehen habe. Ich bin richtig stolz auf meine erste Präsentation. Das Powtoon-Fieber hat mich gepackt.

Zwischendurch mache ich eine Fahrradtour auf dem Zechengelände. Bei Sonnenuntergang in begrünten Industriebauten herum zu fahren, hat seinen besonderen Scharm. In einer kleinen Pause machen wir ein Foto in der Fotobox (siehe Beitragsfoto). Von 2:00 bis 6:00 Uhr schaffe ich es tatsächlich ein bisschen auf den Fat Boy Sitzsack zu schlafen. Als ich aufwache, finde ich meinen Programmierer-Kollegen auf dem Sitzsack nebenan, er gönnt sich doch ein paar Minuten Schlaf.

ThyssenKrupp versorgt uns derzeit gut: leckeres Essen (inklusive natürlich Currywurst wie sich das im Pott gehört) und eine große Auswahl von Getränken stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Coaches sind stets ansprechbar. Unser Challenge Owner besucht uns auch regelmäßig und steht uns für Fragen zur Verfügung. Ganz nebenbei lerne ich noch ein neues Programm: Slack.

Um 11:00 Uhr geht die Jury zu jedem der 20 Teams und lässt sich das jeweilige Projekt vorstellen, um eine Vorauswahl für das Finale zu treffen. Nur 12 Teams dürfen ihre Arbeit vor allen Teilnehmern und der Jury auf der Bühne präsentieren. Ich frage mich, ob unser Thema dafür sexy genug ist. Doch auch wir dürfen unsere Präsentation halten, aber eine Platzierung erhalten wir leider nicht. Egal. Nach der Bekanntgabe des Gewinner-Teams essen wir noch im Team gemeinsam Mittag und dann geht wieder jeder seiner Wege. Ich für meinen Teil bin guter Stimmung und zufrieden über die neue Erfahrung und fahre mit vielen neuen Eindrücken nach Hause.

Meine Learnings:

  • Wiederholung Design Thinking
  • erstmalig in einem Softwareentwicklungsprozess direkt im Team mitgearbeitet
  • erstmalig draw.io verwendet
  • erstmalig eine Präsentation in Powtoon erstellt
  • erstmalig Slack genutzt

Fazit: Hackathons sind nicht nur ein Turbo-Softwareentwicklungsprozess, sondern auch ein Turbo-Lernprozess und ein Turbo-Teamentwicklungsprozess. Das hat mir sehr gut gefallen!

 

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