Soziale Netzwerke, Blogging und HR #PKNM10

„Blog zu grow“, passender könnte das Studienmodul nicht heißen in dessen Rahmen Isabell zu einer Blogparade aufruft. Das ist für mich die Zusammenfassung, was bloggen für mich bedeutet. Ich traue mich, mich zu zeigen. Es hat zwei Monate gedauert bis ich bei meinem ersten Artikel auf „veröffentlichen“ geklickt habe. Seit diesem Artikel habe ich viel gelernt.

Darüber, welche Inhalte gut ankommen und eine Schnittmenge zu dem zu finden was mir wichtig ist. Manche Themen greife ich einfach trotzdem auf, obwohl ich weiß, dass die Resonanz nicht so riesig sein wird. Einfach, weil sie mir wichtig sind. Außerdem bin ich daran gewachsen, mein eigenes Ding zu machen. Andere Blogger schreiben wöchentlich? Das schaffe ich einfach nicht. Andere Blogger recherchieren intensiv, scheinen Fachbücher zu verschlingen und schreiben daher besonders schlaue Artikel? Bei mir gibt es eher Artikel zu meinen persönlichen Erfahrungen und Gedanken und nur manchmal ein Bezug zu Fachliteratur. Blogger werden bei Haufe unter den besten HR-Blogs der Woche zitiert. Da war ich bisher noch nicht dabei. Das sind Vergleiche, die einem das Bloggerleben ganz schön vermiesen können. Wenn man weiterhin Spaß daran haben möchte, muss man zwangsläufig, seine eigene Strategie finden.

Lernen und Netzwerk

„Blog to grow“ steht für mich allerdings auch dafür, von dem Fachwissen anderer Experten zu profitieren, ohne gleich jedes Fachbuch selber lesen zu müssen. Außerdem ist mein Netzwerk massiv gewachsen und ich werde durch meinen, eigentlich privaten, Blog von anderen Personalern inspiriert. Ich habe sogar schon viele persönlich kennengelernt. Denn natürlich bleibt es nicht nur beim Bloggen, sondern es entsteht Kommunikation auf den sozialen Medien wie Twitter.

Twitter: mein absolutes Lieblingsmedium. Ich sage immer, ihr könnt alles andere abschalten, aber nicht Twitter. Twitter ist Netzwerk- und Lernbooster in einem. Meine Timeline präsentiert mir jeden Tag Appetithäppchen zu den verschiedenen Fachthemen, die mich interessieren. Gleichzeitig, wenn ich eine Frage stelle, erhalte ich in sehr kurzer Zeit oft mehr Antworten als ich eigentlich brauche und vor allem, die ich gar nicht alle nachverfolgen kann. Ich habe festgestellt, seit ich auf Twitter bin, wird die ZukunftPersonal schon fast langweilig, denn mit den meisten Themen habe ich mich schon längst auseinandergesetzt.

Personaler und Soziale Medien

Aber Apropos ZukunftPersonal: Im September 2019 bei der letzten ZukunftPersonal ist sehr deutlich geworden wie es um die Personaler und ihre Affinität zu sozialen Medien steht. Denn parallel fand die IOM Summit in Köln statt. Auf beiden Veranstaltungen wurde getweetet. Jedoch sah die ZukunftPersonal im Vergleich echt schwach aus.

Ich höre immer wieder: soziale Medien, das sind Katzenvideos und Essensfotos. Dafür habe ich keine Zeit. Wenn ich dann doch mal jemanden überreden kann, verliert er spätestens dann die Lust, wenn er feststellt, dass das „tolle“ Netzwerk von dem ich berichtet habe, erst aufgebaut werden muss. Man muss also erstmal selber fleißig liken, kommentieren, retweeten bis es auch eine nennenswerte Resonanz auf eigene Tweets gibt.

Ja, ich will nicht abstreiten, dass Soziale Medien Zeit in Anspruch nehmen und sicherlich auch das Potenzial bergen, sich in ihnen zu verlieren. Diese Gefahr besteht beim Serien gucken allerdings auch und da finde ich meine persönliche Timeline inhaltlich wesentlich gehaltvoller.  Damit meine ich nicht nur fachlich anspruchsvoll, sondern auch persönlich und witzig. Insbesondere auf Twitter sind für mich so viele persönliche und wertvolle Beziehungen entstanden. Die Zeit online mit Menschen zu verbringen, mit denen man sich verbunden fühlt sowie fachlich und persönlich austauscht oder lieber zu Hause auf dem Sofa Serien gucken? Ich weiß wofür ich mich entscheide!

Mein persönlicher Mehrwert

Das Attraktive für mich ist, die asynchrone Kommunikation. Ich muss nicht wie bei einem realen Treffen oder einem Telefonat zur gleichen Zeit parat sein. Lesen und antworten kann ich, wann auch immer es mir passt. Schnell mal eine Frage auf Twitter loswerden, dann zum Sport gehen und im Anschluss die Antworten ernten. Effektiver geht es für mich nicht, gerade in einer Welt in der wir alle das Gefühl haben zu wenig Zeit zu haben. Damit will ich nicht sagen, dass diese Art der Kommunikation analoge Treffen ersetzt. Keinesfalls! Aber sie ist eine absolut wertvolle Ergänzung.

Ich persönlich, würde mir wünschen, dass sich meine HR-Kolleg*Innen noch ein bisschen mehr für diese Art der Kommunikation öffnen würden. Anstatt einmal im Jahr bei einem zweitägigen Seminar bei Haufe zu sitzen und dann vielleicht noch auf 1-2 weiteren Veranstaltungen zu sein, bieten die sozialen Medien einen kontinuierlichen Austausch des voneinander und miteinander Lernens. Hier kann man sich zusammentun und Themen gemeinsam angehen. Man sitzt nicht im stillen Kämmerlein, um sich eine Lösung zu überlegen und tauscht sich bestenfalls mit einem Kollegen aus. Der Resonanzraum ist viel größer.

Dies gibt mir das Gefühl Teil eines großen Ganzen zu sein. Gemeinsam mit meinen HR-Blogger- und HR-Twitter-Kolleg*Innen versuche ich Themen voran zu bringen. Zum Beispiel bin ich so Teil der Recruitingrebells geworden, die sich für wissenschaftliches Recruiting einsetzen. Ohne soziale Medien hätte ich davon gar nicht erfahren.

Mein Fazit

Soziale Medien sollten im HR-Bereich noch viel mehr einbezogen werden. Ich bin überzeugt, dass es auch für die interne Kommunikation sehr hilfreich sein kann, auch wenn ich hier leider noch keine Erfahrung habe. Sie schaffen Nahbarkeit unter Kollegen, aber auch zu Stakeholdern und Kunden. Richtig eingesetzt, helfen sie uns nicht still zu stehen, sondern sich in einer sich schnell wandelnden Welt zurecht zu finden (um das böse Buzzwort VUCA nicht zu benutzen).

Meine Top HR-Empfehlungen, wem man unbedingt auf Twitter folgen sollte:

Und viele mehr. Einfach mal recherchieren. Ich hoffe, ich trete keinem auf die Füße, weil ich jemanden ganz Wichtigen vergessen habe. Mir ist bewusst, dass sie unvollständig ist.

 

3 Kommentare zu „Soziale Netzwerke, Blogging und HR #PKNM10“

  1. Wieder einmal 👍
    Deine lockere Schreibweise, deine offene & ehrliche Art – Wunderbar nicht nur beim Bloggen
    Bitte nicht aufhören, so etwas wie dich brauchen wir & besonders die Personalabteilungen als Leuchtturm
    🤝🙏

  2. Pingback: Der Recruiter als Markenbotschafter an vorderster Front

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